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Neubau an der Fischerstraße 20/22 in Offenburg ist bezugsfertig

Die Arbeiten am Neubau an der Fischerstraße sind so gut wie abgeschlossen. Maler, Fliesenleger, Endreinigung: Aktuell bekommen die 25 neuen Mietwohnungen ihren letzten Feinschliff. Wie es dort vorangeht, davon hat sich am Dienstag der Aufsichtsrat der Bauherrin Wohnbau Offenburg GmbH selbst ein Bild gemacht. Geschäftsführer Rainer Lindenmeier ist zufrieden: „Wir liegen absolut im Plan, ab April werden die Wohnungen nach und nach bezogen.“

Von seiner Architektur her orientiert sich der Neubau an der nahegelegenen Anlage „An der Wiede 6–12“ mit dem markanten Schrägdach und der modernen Optik. Die Fischerstraße 20/22 wurde im KfW-Standard 70 errichtet und weist daher gute Energiewerte auf. Für alle 25 Wohnungen gibt es bereits Mieter oder Mietinteressenten. 21 der Wohnungen sind öffentlich gefördert und liegen preislich ein Drittel unter der örtlichen Vergleichsmiete freifinanzierter Wohnungen. In Offenburg liegt diese Vergleichsmiete bei 8,50 bis 9 Euro pro Quadratmeter.

„Damit eine Wohnung öffentlich gefördert werden kann, muss der Bauherr eine Reihe von Vorschriften einhalten“, erläuterte Lindenmeier. Doch nicht immer seien alle dieser Vorgaben für sämtliche Wohnungen in einem Neubau architektonisch realisierbar, fügte er hinzu. „Beispielsweise fallen Dachwohnungen manchmal etwas größer aus, als sie für eine öffentliche Förderung sein dürften. Deshalb sind vier Wohnungen in der Fischerstraße frei finanziert.“

Das Thema öffentlich geförderter Wohnraum steht nach wie vor ganz oben auf der Agenda der Wohnbau. Denn Kernaufgabe des Unternehmens ist es, einer breiten Bevölkerungsschicht bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Es gibt eine starke Nachfrage an günstigen Wohnungen in Offenburg. Wir sind uns dessen bewusst und investieren daher auch weiterhin in verschiedene öffentlich geförderte Projekte“, sagte Lindenmeier.

So entstehen in der Angelgasse derzeit 28 geförderte Wohnungen, die Anfang 2018 fertig sein sollen. Im Neubaugebiet Seidenfaden errichtet die Wohnbau darüber hinaus insgesamt 110 Wohnungen, von denen 98 öffentlich gefördert werden. Die Arbeiten am Gebiet Seidenfaden sollen im Herbst dieses Jahres beginnen und zwei Jahre später abgeschlossen sein. In beiden Gebieten ist zudem der Bau einer Kindertagesstätte geplant. Insgesamt investiert das städtische Unternehmen bis 2020 rund 37 Mio. Euro in öffentlich geförderten Wohnraum.

Um eine solche Wohnung mieten zu können, brauchen Mieter den so genannten Wohnberechtigungsschein. Ihn erhält auf Antrag, wessen Haushaltseinkommen unterhalb einer festgelegten Grenze liegt.

In diesem Zusammenhang wies Lindenmeier darauf hin, dass seiner Erfahrung nach viele Mieter gar nicht wissen, dass sie Anspruch auf einen solchen Wohnberechtigungsschein haben: „Viele glauben, öffentlich geförderte Wohnungen würden bloß für eine finanziell schwach aufgestellte Bevölkerungsschicht gebaut. Ziel des Wohnförderprogramms ist aber vielmehr, auch Einzelpersonen und Familien mit mittlerem Einkommen günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“ Für einen Dreipersonenhaushalt beispielsweise liegt die Einkommensgrenze in Baden-Württemberg derzeit bei 48.250 Euro brutto pro Jahr. Das Einkommen eines Vierpersonenhaushaltes kann 56.750,-- Euro betragen.

Wer mit seinem Einkommen über den aktuellen Grenzen für einen Wohnberechtigungsschein liegt, den könnte eine weitere Nachricht aufhorchen lassen: „Die Zahlen werden gerade von der Landesregierung geprüft“, sagte Lindenmeier. „Es steht zu vermuten, dass sie angehoben werden. Das würde dann bedeuten, das künftig noch mehr Menschen eine öffentlich geförderte Wohnung beziehen dürfen.“